...

Lebendige Mauern - Kultur trifft Natur


Trockenmauern bestehen aus Bruchsteinen und sind unverfugt. Sie wurden hauptsächlich in Weinanbaugebieten errichtet, um die Steilhänge vor Erosion zu schützen. Heutzutage verfallen viele dieser Mauern oder werden durch verfugte Betonmauern ersetzt. Dadurch geht Lebensraum verloren, da sich Kleintiere und wärmeliebende Reptilien wie Eidechsen und Schlangen nun nicht mehr ins Mauerinnere zurückziehen können. Insekten geht eine Nahrungsgrundlage verloren, da sich auf und zwischen den Steinen keine blühenden Wildpflanzen mehr ansiedeln können. Neben den ökologischen Vorzügen bereichern Trockenmauern das Landschaftsbild, was sich positiv auf die touristische Attraktivität einer Region auswirkt.

Der Bau von Trockenmauern bedeutet zeit- und kostenintensive Handarbeit. Der Landschaftspflegeverband setzt sich dafür ein, Trockenmauern unter der Verwendung von Fördermitteln zu sanieren. Diese Maßnahme dient damit gleichermaßen der Erhaltung eines Kulturgutes, dem Erosionsschutz und dem Naturschutz.

 

desc desc